Überwachte und unüberwachte Verfahren erfassen Muster in Zeitreihen und heben ungewöhnliche Verläufe hervor. Residuenbasierte Modelle, Isolation Forests oder rekurrente Netze lernen Normalzustände, berücksichtigen saisonale Einflüsse und erkennen schleichende Drift. Wichtiger als reiner Score sind Erklärung und Kontext: Welche Sensoren tragen zur Entscheidung bei, welcher Betriebszustand war aktiv, wie stabil ist die Aussage? Transparenz stärkt Vertrauen und erleichtert die Übergabe an Techniker, die Maßnahmen wirklich umsetzen.
Physikalisch begründete, menschenlesbare Regeln bleiben Gold wert: Kein simultanes Heizen und Kühlen, Ventil auf ohne Durchfluss, Ventilator aus bei geöffnetem Brandschutzklappenbefehl. Solche Muster sind robust, auditierbar und schnell zu pflegen. Im Zwilling lassen sich Abhängigkeiten elegant formulieren und mit Sensorqualität, Hysterese und Zeitfenstern kombinieren. Ergebnis sind weniger Fehlalarme, klarere Ursache-Wirkungsketten und schnellere Freigaben. Teilen Sie gern Ihre bewährten Regeln, wir helfen bei der Überführung in semantische Modelle.
Nicht jeder Messwert ist verfügbar oder zuverlässig. Virtuelle Sensoren schätzen fehlende Größen, verknüpfen redundante Quellen und prüfen Plausibilitäten. Energie-Bilanzen, Lüftungskennlinien und Wetterreferenzen liefern robuste Prüfgrößen. Datenqualität wird sichtbar, Ausreißer werden gefiltert, und Diagnosen werden stabiler. Gleichzeitig sinken Kosten, weil nicht jede Größe physisch verbaut werden muss. Dokumentierte Unsicherheiten verhindern Scheingenauigkeit und helfen, Entscheidungen angemessen zu gewichten. So bleibt das System ehrlich, nützlich und vertrauenswürdig.
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